Carlos Castaneda

 

Carlos Castaneda (Carlos Aranha Castañeda)

 

* 25. Dezember 1925 in Cajamarca; † 27. April 1998 in Los Angeles, war ein US-amerikanischer Anthropologe und Schriftsteller, brasilianischer und peruanischer Abstammung. Er wurde in Peru geboren und wuchs in der Hauptstadt Lima auf. 1957 ging er dann, im Alter von 15 Jahren nach San Francisco (Kalifornien) wo er bei einer Adoptivfamilie lebte.

1959 machte Castaneda seinen Abschluss („Associate of Arts degree“) am LACC in Psychologie und promovierte 1973 als Dr. phil, unter dem Titel „Reise nach Ixtlan, veröffentlichte er später seine Dissertation.

Während seiner Studienreisen begegnete er  Don Juan Matus, welcher seinen bis dahin meist rationalen und verstand orientieren Lebensstil, und seine bisherige  Weltanschauung regelrecht aus den Angeln hob.  Dieses von Don Juan Matus vermittelte Wissen beschrieb er später in seinen Büchern, wodurch er im Laufe der Zeit seine eigene Stellung im Leben auf dem „Pfad des Wissens“ erkannte.

Eine zentrale Aussage aus den Lehren des Don Juan Matus ist:

Der Mensch und die Welt, die ihn umgibt, sind ein unergründliches Geheimnis. Nur wer den „Weg des Herzens“ folgt kann „den Weg des Kriegers“ beschreiten, sein Bewusstsein erweitern und seine naturgegebene Lebensenergie effektiv nutzen. 

Seine Wurzeln hat dieses Wissen im präkolumbischen Mexiko, im Volk der Tolteken. Das Wissen wird bis heute, von den Schamanen und Zauberern geschützt und überliefert.

„Ein Krieger befindet sich im Kampf gegen das individuelle Ich, das uns unserer einstigen Fähigkeiten beraubt hat“.

Für die Rückgewinnung dieser Fähigkeiten, werden diverse Möglichkeiten beschrieben, worunter die bewusste Verschiebung des sog. Montagepunkts als zentrale Praxis notwendig ist. Der häufig diskutierte Einsatz von bewusstseinsverändernden Substanzen, hat einen völlig nebensächlichen Charakter, denn dieser diente nur dem Mechanismus, Carlos Castanedas materielle Weltanschauung zu lockern, sowie der Förderung, einer Möglichkeit der offenen Bereitschaft für die Zauberer und ihre Lehre.

  

Es werden zwei Techniken der Zauberei benannt und unterschieden:

 

das Träumen und das Pirschen

 

Beim Träumen, gehe es darum, den Montagepunkt a) in bestimmte Positionen zu bringen und b) die dort sich aktualisierenden Wahrnehmungen möglichst genau zu studieren. „Träumen“ im Sinne Castanedas bedeutet, sich während eines Traums bewusst zu werden, dass man träumt, das heißt: der Träumende weiß, dass er träumt und kann sein Handeln im Traum bewusst steuern (Klartraum). Ein wesentliches Ziel des Träumens ist es, nach Objekten zu suchen, die Energie erzeugen und somit während des Träumens in real existierende Welten einzutreten, um aus ihnen Kraft und Macht zu holen.

Pirschen bedeutet, die Position des Montagepunktes im Alltag verändern zu können. Eine Veränderung der Position des Montagepunktes verändert die Wahrnehmung der Welt. Zum Beispiel kann sich die Erinnerung an eine Situation, die man genau zu kennen glaubt, durch neu gewonnene Informationen ändern. Diese neuen Informationen können Details der eignen Körperwahrnehmung, emotionale Erlebnisse und neue Erkenntnisse über den Inneren Dialog sein. Eine Form der Einübung des Pirschens ist die Zeugenarbeit. Diese Beweglichkeit im Umgang mit Situationen im Alltag ändert die Position des Montagepunktes von einer starren Fixierung auf routinierte Verhaltensmuster hin zu Handlungen mit Herz. Der Pirscher übernimmt die volle Verantwortung für sein Tun.

Oder kurz gesagt:

Pirschen ist ein Weg mit Herz