Anatomie und Pathologie

anatomie

 

Anatomie,

 

Die Anatomie (aus altgriechisch ἀνά aná „auf“ und τομή tomé „Schnitt“) ist ein Teilgebiet der Morphologie. Sie ist in der Medizin bzw. Humanbiologie, Zoologie und Botanik (Phytotomie) die Lehre vom Aufbau der Organismen. Es werden Gestalt, Lage und Struktur von Körperteile, Organen, Gewebe oder Zellen betrachtet. Die pathologische Anatomie befasst sich mit krankhaft veränderten Körperteilen. Die mikroskopische Anatomie befasst sich mit den feineren biologischen Strukturen bis zur molekularen Ebene und knüpft an die Molekularbiologie an. Die klassische Anatomie verwendet eine standardisierte Nomenklatur, die auf der Lateinischen und der Griechischensprache basiert.  

 

 

Pathologie, 

 

Als Pathologie (aus griechisch πάθος, páthos „Leiden(schaft), Sucht, Pathos" und logos „Wort, Vernunft, Sinn") wird in der Medizin die Erforschung und Lehre von der Herkunft (Ätiologie), der Entstehungsweise (Pathogenese, der Verlaufsform und der Auswirkungen von krankhaften bzw. abnormen Einzelphänomenen (Symptomen) oder Symptomverbänden (Syndromen) sowie von Missbildungen aller Art verstanden, einschließlich dabei feststellbarer (Körper)vorgänge (Pathomechanismus, Pathophysiologie). Eine kürzere Definition erklärt die Pathologie als „Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper („pathologische Anatomie") und deren Ursachen". Pathologisch bedeutet im medizinischen Fachjargon so viel wie „krankhaft", aber auch „krankheitsbezogen". Pathologie wird damit als die Fachrichtung der Leidensforschung, des Krankheitsverlaufes verstanden. 

 

Haut

 

Die Haut

 

(lat. cutis) ist flächenmäßig (jedoch nicht nach der realen Oberfläche; Darm bis 450 m²) das größte (je nach Körperumfang und Körpergröße 1,5 bis 2 qm), das schwerste (bis zu 10 kg) und funktionell das vielseitigste Organ des menschlichen oder tierischen Organismus. Sie dient der Abgrenzung von Innen und Außen (Hüllorgan), dem Schutz vor Um-welteinflüssen, der Repräsentation, Kommunikation und Wahrung der Homöostase (inneres Gleichgewicht). Weiterhin übernimmt die Haut wichtige Funktionen im Bereich des Stoffwechsels und der Immunologie und verfügt über vielfältige Anpassungs-mechanismen. Die Haut verträgt den pH-Wert von 5,5 am besten.

 

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Bewegungs - u. Stützapparat

 

Der Bewegungs- und Stützapparat

 

ist ein Organsystem in der Anatomie. Er sorgt dafür, dass der Körper in einer festgelegten Form bleibt, aber trotzdem zielgerichtet bewegt werden kann. Dafür ist er aus festen und beweglichen Organen zusammengesetzt.

Das knöcherne Skelett sorgt für die Formgebung des Körpers. Es wird durch die Skelettmuskeln bewegt. Dazu dienen Sehnen als Kraftüberträger, die auf der einen Seite am Knochen angewachsen sind, auf der anderen Seite im Muskel verankert sind. Falls es notwendig wird, die Zugrichtung der Sehnen zu ändern, werden sie mit Bändern umgelenkt. Bänder dienen ebenfalls dazu, stark belastete Gelenke zu festigen und zu sichern.  

 

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Nervensystem

 

Das Nervensystem

 

(lat. Systema nervosum) bezeichnet die Gesamtheit aller Nerven- und Gliazellen in einem Organismus. Es ist ein Organsystem der höheren Tiere, welches die Aufgabe hat, Informationen über die Umwelt und den Organismus aufzunehmen, zu verarbeiten und Reaktionen des Organismus zu veranlassen, um möglichst optimal auf Veränderungen zu reagieren. Das Nervensystem realisiert eine der Grundeigenschaften des Lebens, die Reizbarkeit (Irritabilität).

  

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Hormonsystem

 

Das Hormonsystem

 

auch als endokrines System (endo „innen", krinein= „ausscheiden") bezeichnet, ist ein Organsystem zur Steuerung der Körperfunktionen, die sich vom Wachstum über die Fortpflanzung bis hin zum täglichen Verdauungsvorgang erstrecken.

Das Hormonsystem übt seine Funktion durch über dreißig verschiedene Hormone aus.

Die Hormone sind chemische Botensubstanzen und werden über den Blutkreislauf (endokrin) zu ihren Zielorganen geleitet oder entfalten ihre Wirkung direkt auf Nachbarzellen (parakrin).

Die Wirkung wird über spezielle Rezeptoren an der Plasmamembran der Zellen vermittelt. 

Das medizinische Fachgebiet, welches sich mit Erkrankungen des Hormonsystems (Endokrinopathien) beschäftigt, ist die Endokrinologie.

 

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Immunsystem

 

Das Immunsystem

 

(vom lat. immunis, im übertragenen Sinne unberührt, frei, rein) ist das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen, welches  Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Es entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen und der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie.

Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der belebten Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind: Bakterien, Viren und Pilze, sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer).

Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, so sterben sie meist ab und müssen abgebaut werden (Nekrosen) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen.

Alle Lebewesen verfügen daher über Schutzfunktionen. Schon einfache Organismen besitzen einen solchen Abwehrmechanismus, die so genannte angeborene Immunabwehr; sie entstand bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Die Wirbeltiere entwickelten zusätzlich eine komplexe, anpassungsfähige, so genannte adaptive Immunabwehr, die sie noch effektiver vor Krankheitserregern schützt.

 

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Atmungssystem

 

als das Atmungssystem oder der Atmungsapparat

 

(Apparatus respiratorius) wird das gesamte System der für die Atmung zuständigen Organe bezeichnet. Dabei werden die luftleitenden Organe oder Atemwege von den dem Gasaustausch dienenden Lungen unterschieden.

Zum Atmungsapparat gehören

Nase

Rachen

Kehlkopf

Luftröhre

linker und rechter Luftröhrenhauptast oder Stammbronchus (Bronchus principalis)

Bronchien

Bronchiolen

Lungenbläschen (Alveolen)

Das Bronchialsystem nimmt insofern eine Sonderstellung ein, als es flächenmäßig zwar den größten Teil der luftleitenden Wege ausmacht, es jedoch - mit Ausnahme der Hauptbronchien - als „Bronchialbaum“ in den Lungen eingebettet ist

 

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Herz - Kreislaufsystem

 

Das Herz- Kreislaufsystem

 

mit seinen verschiedenen Blutgefäßen teilt sich in zwei große Bereiche auf, den Körperkreislauf und den Lungenkreislauf.

Der Körperkreislauf beginnt mit der Austreibung des sauerstoffreichen Blutes aus der linken Herzkammer in die große Körperschlagader, die Aorta. Von der Aorta zweigen alle anderen großen Schlagadern ab. Sie teilt sich auf in kleinere Arterien, die das Blut in die verschiedenen Körperbereiche transportieren. Die kleinen Arterienäste werden Arteriolen genannt, die schließlich in die Kapillaren übergehen. In ihnen findet der Austausch von Sauerstoff, Nährstoffen und Stoffwechselendprodukten statt. Sie sind das Bindeglied zwischen Arterien und Venen. Die Kapillaren gehen in die Venolen über, feine Blutgefäße, die das nach dem Stoffaustausch sauerstoffarme Blut sammeln. Diese verbinden sich zu den im Vergleich größeren Venen, die schließlich in die obere und untere Hohlvene münden. Diese beiden großen Venen führen das Blut zurück zum Herzen und münden im rechten Vorhof des Herzens.

Als Lungenkreislauf oder kleiner Kreislauf wird der Teil des Blutkreislaufs bezeichnet, der das Blut vom Herzen zur Lunge bringt und wieder zurückführt.

 

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Verdauungssystem

 

Das Verdauungssystem

 

(lat.: Apparatus digestorius) umfasst die Organe, welche der Aufnahme, der Zerkleinerung und dem Weitertransport der Nahrung dienen, so dass die darin enthaltenen Nährstoffe für den Organismus verwertbar sind. Das Verdauungssystem besteht aus der Mundhöhle, dem Pharynx, der Speiseröhre, dem Magen-Sarm Trakt (Syn. Gastrointestinaltrakt, von griech. gaster, Magen und lat. intestinum, Darm), der Leber mit den Gallenwegen und der Bauchspeicheldrüse.

 

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Harntrakt

 

Der Harntrakt

 

umfasst die Harnorgane (lat.Organa urinaria), diese sind eine Gruppe von Organen, welche der Bildung und Ausscheidung des Harn dienen.

Zu den Harnorganen gehören die Niere (lat.ren, griech.Nephros), der Harnleiter (Ureter), die Harnblase (Vesica urinaria), die Harnröhre (Urethra).

  

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Fortpflanzungssystem

 

Das Fortpflanzungssystem

 

(lat.Organa genitalia) bezeichnet eine Gruppe von Organen, welche in erster Linie der unmittelbaren Fortpflanzung (Reproduktion von genetisch identischen oder weitgehend identischen Individuen) dienen.

Zu dieser Gruppe zählen, die äußeren Geschlechtsorgane, die inneren Geschlechtsorgane und die akzessorischen Geschlechtsdrüsen.

Bei diesen Organen ist eine Einteilung, auf Grund der primären Unterschied zwischen maskul. und femininen Strukturen, in weibliche Geschlechtsorgane ( Organa genitalia feminina) und männliche Geschlechtsorgane (Organa genitalia masculina) notwendig.

Die weibl. Geschlechtsorgane umfassen:die Vulva oder Scham, der Venushügel, das Perineum, die äußeren Schamlippen, die Schamspalte, die kleinen Schamlippen, den Scheidenvorhof, die Klitoris, die Klitorisvorhaut, die Vagina, der Gebärmutterhals, die Gebärmutter, die Eierstöcke, die Eileiter, die Paraurethraldrüse (Prostata feminina), die kleine Vorhofsdrüse, und die Bartholinschen Drüsen.

Die männl. Geschlechtsorgane umfassen: der Penis, der Hodensack (Scrotum), die Hoden, die Nebenhoden, die Samenleiter.

   

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